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Monatsarchiv: Juli 2011

Es war nicht genug.

Just a dream – Nelly

Es war nicht genug, das Leben zu entreißen, uns zu entzweien, den Träumen zu entsagen. Ein Traum, im Schlund des Hasses, verzweifelt umherwirbelnd und nirgendwo zu Hause. Es war nicht genug, dir selbst treu zu bleiben, deine Liebe zu halten, den Wünschen zu widerstehen. Ein Wunsch, verbittert im Strudel des Windes und tragisch umherirrend. Es war nicht genug, uns beide zu tragen, dich auszuruhen, die Augen zu schließen. Augen, die zu viel sahen, murmelnd den Pfad verließen und sich der Dunkelheit öffneten. Und immerzu sagtest du, es war nicht genug…

 
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Geschrieben von - Juli 27, 2011 in Pretend that I'm not.

 

Exposé oder nur Mist. :x

Oft sagt man, der Name passt sich nicht dem Menschen an, sondern der Mensch dem Namen.

Ich selbst heiße Laura xxx und wurde am 29.03.1991 in Aachen geboren. Vielleicht habe ich mich meinem Namen tatsächlich angepasst und trage tatsächlich irgendwann einen Lorbeerkranz, vielleicht aber lebe ich einfach. Lebe und schreibe.

Im Jahr 2010 habe ich das Gymnasium mit bestandenem Abitur verlassen und studiere nun schon seit einem Jahr an der RWTH Aachen Germanistische und Allgemeine Literaturwissenschaft und English Studies. Ich habe vor meine Leidenschaft zur Literatur mir in möglichst vielen Bereichen meines Lebens zu eigen zu machen.

Seit Jahren lese ich die unterschiedlichsten Bücher, noch länger schreibe ich selbst. Es ist nicht immer einfach, aber es ist immer das gewesen und nach wie vor, was ich liebe. Mein Interesse konzentriert sich mittlerweile hauptsächlich im privaten Bereich auf packende Romantasy Bücher, sodass auch ich auf kurz oder lang diese Sparte mit meinem Geschriebenen füllte.

Und so kam es zu der Existenz von Bittere Symphonie. Dieses Projekt begleitet mich jetzt schon seit fast zwei Jahren. Der erste Band [Midwinter] ist bereits fertiggestellt und umfasst 336 Manuskriptseiten. Geplant habe ich bisher vier Bände und dabei soll es auch bleiben. Der zweite Teil [Ostara] ist bereits in der Entstehungsphase und bereitet mir genauso viel Vergnügen und Liebe wie sein Vorgänger.

Da ich mich selbst noch zu der Zielgruppe eines solchen Romans zählen würde, erwog ich das Pro und Contra eines solchen Buches. Wen möchte ich damit erreichen? Was genau wollte ich schreiben und welche Reaktionen erhoffte ich mir? Ich wusste, weiß, dass viele Bücher über ein- und dasselbe Thema nach einer Weile ihren Reiz verlieren. Deshalb wollte ich unbedingt etwas Neues verschaffen, welches aber dennoch seine Wurzeln in das Altbekannte schlagen würde. Freilich bin ich wohl nicht die erste Autorin, die sich diesen Vorsatz genommen hat, dennoch gab ich nicht auf.

Ich kreierte, ich erfand. Wesen existieren in meiner Welt, die vorher noch nie dagewesen waren; Blutmaler, Herzesser, Seelenheiler treiben ihr Unwesen und sind doch gleichzeitig Geschöpfe, die oft tiefer in das Herz eines jeden Blicken können, als es Menschen vermögen. Märchen, Religion und eine neue Schöpferin werden vermischt und mit einem bitteren Beigeschmack versehen.

Everly Monroe ist eine junge Frau, die mit der Gegenwart nicht allzu viel anzufangen weiß, die Furcht vor der Zukunft empfindet und ihre Vergangenheit zu verdrängten sucht, als sie eines Tages von einem Blutmaler überfallen wird. In allerletzter Sekunde wird sie von einer Gruppe von Trackern gerettet, deren Aufgabe es ist, Menschen von sogenannten Zweitwesen zu beschützen.
Doch Everly ist nicht so wie jeder andere. Etwas unterscheidet sie von normalen Menschen, etwas scheinbar Dunkles. Sie begibt sich unter die Obhut der Tracker, damit sie gemeinsam ihr Geheimnis lüften können, was auch ihren Verfolger anzuziehen scheint…

Das Buch beginnt nahezu sofort mit dem Überfall. Durch die Einführung der Hauptperson Everly Monroe und der Schilderung ihrer Gedanken erhält die Situation ihre Sicht der Dinge, was den Einstieg in den Roman für den Leser erleichtert.
Nach anfänglicher Skepsis vertraut sich Everly den vier Trackern – Liam, Ewan, Trudi und Chress – an und wird dadurch zwar ein ums andere Mal von ihnen gerettet, muss sich jedoch auch zunehmend mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Ihr Vater Duncan soll sie als kleines Kind missbraucht haben, im zweiten Teil wird aber klar, dass nichts davon der Wahrheit entspricht und ihre eigene Mutter dabei ihre Finger im Spiel hatte.
Ungefähr in der Mitte des Buches gesteht Everly sich ein, dass sie eine gewisse Anziehung zu Liam verspürt, dem sie anfangs mit gemischten Gefühlen aus Angst und Skepsis begegnet war. Für sie ist es jedoch nicht einfach, ihre selbst erschaffenen, hohen Mauern zu durchbrechen.
Gegen Ende spitzt sich die Lage zu; Everly und viele Tracker werden auf dem Ball der Wintersonnenwende von aufständischen Zweitwesen entführt und als ihre persönliche Nahrungsquelle benutzt. Im Zuge der Befreiung wird erst das ganze Ausmaß Everlys Begabung sichtbar. Sie tötet einen Blutmaler allein durch den unkontrollierten Ausbruch ihrer Gefühle, als es scheint, dass Liam den Kampf nicht gewinnen kann.
Anfang des zweiten Teils ist sie kurz davor zu dem hiesigen Rat der Tracker zu reisen. Eine Tatsache, die Ewan und die anderen während des ersten Teil zu vermeiden versucht hatten.

Die Zielgruppe für mein Werk ist Jugendliche und jung Gebliebene, die auf der Suche nach dem gewissen Etwas sind. Menschen, die beim Lesen fühlen möchten, leiden, lachen, lieben. All das Lesen wollen, was sie sich selbst erträumt haben und das, für was ihnen noch die Fantasie fehlte. Ich möchte überraschen, schockieren und dennoch verwöhnen.
Gerade heute sucht man nach Möglichkeiten der Realität für einige Stunden zu entfliehen und den geheimsten Wünschen gedanklich nachzuhängen. Bittere Symphonie bietet diese Zuflucht. Es ist anders, als die Bücher in meinem Regal, lebendiger, tragischer, süßer und doch sehnt sich sich danach eines von ihnen zu sein.

Ich selbst habe lange auf solch eine zündende Idee gewartet. Als Autor schwirrt einem viel durch den Kopf, durch Träume in der Nacht und am Tag wird man oft in eine besondere Richtung gestoßen, dennoch hakt es irgendwo an der Umsetzung oder es wird einem klar, dass es die Idee schon gab. Und dann, ganz plötzlich, wenn man am wenigsten damit rechnet, ist es auf einmal da: das blaue Feuer. Feuer, weil die Idee Kraft besitzt, weil sie das Blut in den Adern pulsieren lässt, den Atem raubt, leuchtend hell strahlt. Blau, weil sie neu ist, ungewohnt, aus unzähligen Sichten zu beschreiben und doch niemals ausreichende Worte zu finden.
Dennoch bin ich erleichtert, dass mir dies erst vor zwei Jahren passiert ist. So hatte ich genügend Zeit meinen Schreibstil reifen zu lassen, selbst erwachsen zu werden, Erfahrungen zu sammeln und all das – wahrlich zusammen mit Blut und Schweiß – in das komplizierte Strickmuster von Bittere Symphonie hinein zu weben.

Natürlich ist man als Autor niemals ganz zufrieden mit seinem Werk, hat immer irgendetwas auszusetzen und zu verbessern und es gibt nichts, das wirklich perfekt ist, dennoch oder vielleicht gerade deswegen ist Bittere Symphonie etwas besonderes: denn es lebt, pulsiert vor Leben und wird von mir und anderen Lesern geliebt. Vielleicht soll es niemals als gedrucktes Buch in meinem Regal stehen, aber Tatsache ist, dass es bereits das Leben einiger Menschen veränderte und dies ist etwas, auf das ich schon jetzt stolz sein kann. Liebend gerne würde ich meine Geschichte, meine Fantasie mit vielen anderen teilen. Ich möchte ihnen zeigen, was sein könnte, was direkt unter der Oberfläche des Möglichen liegt, ohne das man allzu tief graben muss. Es ist das. In jedem von uns.

 
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Geschrieben von - Juli 26, 2011 in Pretend that I'm not.

 

Covered in Rain.

Casper – So Perfekt

Habe vorhin einen alten Eintrag im Forum von mir gelesen, indem ich erklärte, was ich gerne studieren würde wollen und noch so voller Angst, so voller Hoffnung war. Kaum zu glauben, dass ich jetzt tatsächlich das studiere, was ich ursprünglich wollte. Ob es mit dem Traum, mein eigenes Buch gebunden und fertig in Händen zu halten, auch so laufen wird? Man, das wär was…
In letzter Zeit habe ich oft darüber nachgedacht, ob man die Vergangenheit wirklich vergessen kann, wenn die Gegenwart es für die Zukunft verlangt. Nun, bisher bin ich noch zu keiner zufriedenstellenden Antwort gelangt, schätze aber, dass sich jeder persönlich damit auseinandersetzen muss. Das Problem bei mir, will ich das? Möchte ich den Schmerz der Vergangenheit vergessen und verzeihen? Es ist immer schwer, sich von dunklen Gefühlen zu lösen, aber das Wissen darum macht es nicht wirklich leichter.
Seit ein paar Tagen hab ich frei, keine Uni mehr für zwei Monate, keine Klausuren mehr, bis auf einen kurzen Essay, den ich diese Woche noch irgendwann schreiben werde. So viel Zeit und so viel zu tun. Ich bin froh, dass ich jetzt endlich wieder Gelegenheit habe, meinen SuB abzulesen und mich der Welt da draußen zu widmen. Außerdem sind jetzt meine Gedanken endlich wieder für BS frei. Vor der stressigen Klausurenphase, hab ich ein Exposé verfasst, es aber seit dem nicht wieder angerührt. Ich habe mir vorgenommen, es so gut, wie es geht zu gestalten [den perfekt wird es mit Sicherheit nicht werden], und dann mal schauen, ob ich tatsächlich den Mut aufbringen kann, BS an ein paar Verlagen zu schicken. Noch bin ich unsicher…

mm, ich merke gerade, dass dieser Post sehr erdrückend wirkt, dabei bin ich eigentlich total glücklich. Es gibt nicht Vieles, an dem ich momentan etwas auszusetzen hätte, deshalb genieße ich die Zeit so sehr. Mal schauen, wie es in einem Jahr denn so aussieht ;)

yours, SheDoNT :3

 
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Geschrieben von - Juli 25, 2011 in Pretend that I'm not.

 

Watch, watch. Don’t you dare to look away!

Jupiter Jones – Still

Kann man das glauben? Mehr als ein Jahr ist seit meinem letzten Blogeintrag vergangen. So viel ist passiert und doch scheint die Welt still zu stehen. Ich überlege noch immer, wie schnell alles geschehen ist. Vorhin stand ich noch dort und jetzt befinde ich mich auf der anderen Seite der Brücke und starre in den steilen Abgrund.
mm, man merkt wohl, dass es spät ist und meine poetische Ader in den letzten Tagen nicht wirklich zum Ausdruck gekommen ist. Habe Horrorprüfungen hinter mich gebracht und mehr oder minder erfolgreich bestanden. Hauptsache ist, dass ich jetzt erstmal freie Zeit hab. Das Studentenleben hat es schon in sich.
Witzig, dass ich letztes Jahr um die Zeit noch überhaupt keine Ahnung hatte, was mit meiner Zukunft geschieht und ob ich das studieren kann, was ich wirklich möchte. Naja, gut, dass ich meinem vergangenen Ich die Sorgen habe nehmen können. Ich studiere glücklich und zufrieden Englisch und Literaturwissenschaften…

aber jetzt einmal zum wichtigen. Was zur Hölle ist eigentlich passiert?

yours, SheDoNT :x

 
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Geschrieben von - Juli 22, 2011 in Pretend that I'm not.

 
 
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